“Die Thematisierung und Veränderung von Anredepraktiken sollte Bestandteil der Pflegeausbildung sein, damit junge Pflegende die Pflege als Disziplin sehen, die sich von der Medizin unterscheidet und gleichwertig ist.” (Buresh/Gordon: Der Pflege eine Stimme geben, S. 76)
Und ich komme in eine neue Klasse (Unterkurs), bitte die Schüler Namensschilder zu schreiben. Und – ALLE schreiben Ihren Vornamen 18-Jährige und 44-Jährige Frauen und Männer!
Keine Unterrichtsschwester redet sie mit Nachnamen an. Ich frage mich, was in den letzten 30 Jahren eigentlich passiert ist und ob ich weiter gegen Windmühlenflügel kämpfe. Und ich frage mich, ob Leitungen und Lehrer wirklich Anerkennung wollen.
Ich beschließe kurzerhand, meine Schüler wertzuschätzen – auch gegen ihren Willen – (Klingt ähnlich – wie bei der Pflegekammerdiskussion) und sie mit Nachnamen und “Sie” anzusprechen. Dabei komme ich mir als Nach-68er etwas komisch vor, weil ich es nicht mehr “diskutiere”!

Was sagt ihr?

2 Kommentare

  • Michael Bernhard Meyer 3 Jahren vor

    Wertschätzung ist das A und O. Nicht nur in der Pflege. Es gilt als Zeichen des Respekts in diesem Zusammenhang die Würde des Genenübet zu respektieren. Denn sobald dieser Respekt verlorengeht, ist die Grenze überschritten.

    Leitungskräfte die ihre “Untergebenen” keine Wertschätzung entgegenbringen, haben jämmerlich versagt. Aber genau diejenigen Versager, schreien am lautesten.

    Was spricht dagegen beim SIE zu bleiben? Ich persönlich halte von diesem DU, als New age Quatsch, nicht viel.

  • Felix 3 Jahren vor

    Danke für deine Meinung ! Respekt ist enorm wichtig !

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