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Willkommen im Burnout – Warum das Gesundheitssystem seine Mitarbeitenden krank macht

Dass Pflegekräfte und medizinisches Personal zur Risikogruppe für psychische Erschöpfung gehören, ist kein Geheimnis mehr – aber der aktuelle Befund ist alarmierend: Burnout wird zur neuen Pandemie der Generationen, besonders im Gesundheitswesen 2025.

1. Burnout erreicht neue Dimensionen

Laut dem DAK-Gesundheitsreport 2025 droht der Generation Z ein Burnout-Risiko, das fast schon pandemische Ausmaße annimmt (DAK-Gesundheitsreport 2025).
Persönlichkeitsentwicklung, Perfektionsdruck und fehlende Work‑Life-Balance verstärken den inneren Druck. Gleichzeitig steigen die Krankenstände: Psychische Erkrankungen waren 2024 für über 342 Fehltage pro 100 Erwerbstätige verantwortlich – viele davon im Gesundheitsbereich (DAK-Gesundheitsreport 2025).

2. High‑Touch-Berufe sind besonders betroffen

Berufe mit direktem Patienten‑ oder Kundenkontakt weisen besonders hohe Burnout-Raten auf. In einer aktuellen Studie betrug die Prävalenz bei Medizinischen Fachangestellten rund 25 %, bei Erzieherinnen ca. 21 % (Rother et al. 2025).
Häufige Belastungsfaktoren: hohe Patient:innenzahlen (97 %), Dokumentationsdruck (86 %), geringe Gehälter und hohe Erwartungen (je 77 %) sowie überforderndes Verhalten einzelner Patienten (Rother et al. 2025).

3. Folgen und Risiken für Kliniken & Pflegeeinrichtungen

  • Erhöhter Krankenstand durch psychische Diagnosen – besonders in der Pflege deutlich über dem Branchenschnitt.
  • Fachkräfteverluste durch chronische Erschöpfung, Suizidalität oder Berufsausstieg.
  • Ein Teufelskreis: Personalmangel verstärkt Stress, der wiederum zu weiteren Ausfällen führt.

4. Prävention wirkt: Vier-Tage-Woche & Systeme statt Symptome

Innovative Modelle wie eine Vier-Tage-Arbeitswoche zeigen klare Effekte: weniger Burnout, mehr Zufriedenheit, bessere Gesundheit (Euronews, dritte Studie Juli 2025).
Auch institutionelle Veränderungen wie gezielte Supervision, flexible Arbeitszeitmodelle, Burnout-Schulungen und digitale Ruhebereiche zeigen Wirkung (Medi‑Verbund High‑Touch-Studie, März 2025).

5. Was jetzt entscheidend ist

  • Führungskräfte und Einrichtungen müssen das Thema psychische Gesundheit proaktiv angehen – mit klaren Präventionsmaßnahmen und Entlastungskonzepten.
    Genau für dieses Thema haben wir Ihnen eine online Burnout Präventionsschulung bereitgestellt.
    Überzeugen Sie sich und ihre Angestellten und starten Sie noch heute.
  • Pflegeberufe sozial und finanziell aufwerten: Wertschätzung, Karriereperspektiven und echte Mitbestimmung sind keine Luxury Items, sondern essenziell zur langfristigen Fachkräftebindung.
  • Politik und Kostenträger dürfen nicht wegsehen: Reformpakete zur Arbeitszeitregulierung, gesundheitsorientierte Tarifverträge und Ausbau psychotherapeutischer Angebote sind überfällig.

Fazit

Burnout ist im Gesundheitswesen zur ernsthaften Gefahr geworden. Die Kombi aus hoher emotionaler Belastung, Zeitdruck und Personalnotlage schafft ein Klima, in dem psychische Gesundheit zur Rarität wird. Das ist nicht nur ein individuelles Problem – sondern ein Systemversagen. Nur durch gezielte Präventionsstrategien, institutionelle Entlastung und humane Arbeitsbedingungen kann dieses Tabu gebrochen werden. Achten Sie auf ihre Mentale Gesundheit und schützen Sie sich rechtzeitig. Wir empfehlen auch die Online Qigongkurse für Ihren inneren Frieden.

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