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Pflegenotstand auf dem Land – Wie Regionen den Anschluss verlieren

n ländlichen Regionen Deutschlands spitzt sich der Pflegenotstand immer weiter zu. Während der Bedarf an Pflegeleistungen aufgrund der demografischen Entwicklung stetig steigt, fehlt es vor allem außerhalb der Städte massiv an qualifiziertem Personal. Der resultierende Versorgungsengpass ist nicht nur ein Problem für Pflegebedürftige, sondern auch für die Einrichtungen vor Ort.

1. Warum der Fachkräftemangel die ländlichen Gebiete besonders trifft

  • Der demografische Wandel trifft ländliche Regionen stärker durch Abwanderung junger Menschen und Überalterung: Der Altersdurchschnitt liegt deutlich höher als in Städten, wodurch der Bedarf an Pflege besonders groß ist. Gleichzeitig sinkt das Angebot an Fachkräften, da viele Abwandernde nicht zurückkehren Hans-Böckler-Stiftung+Pacura med+ZDFheute.
  • Statistiken zeigen, dass bis 2049 bundesweit zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte fehlen werden – besonders stark betroffen ist der ländliche Raum Statistisches Bundesamt+Professional Translation Services.
  • Auf 35.000 offene Pflege-Stellen kommen im Schnitt nur 1,4 arbeitslose Pflegekräfte; rein rechnerisch bleibt eine große Lücke bestehen myneva.eu+Statistisches Bundesamt.

2. Konsequenzen der Unterversorgung

  • Immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner finden keine freien Pflegeplätze – Wartelisten gehören vielerorts zum Alltag arbeitgeberverband-pflege.de.
  • Die Folgen: Überlastete ambulante Dienste, lange Anfahrtswege für Familien, häufige Schließungen kleiner Einrichtungen und eine wachsende Ungleichheit in der Versorgung zwischen Stadt und Land.

3. Erfolgsfaktoren und Lösungsansätze

Pflegeplatz-Infrastruktur ausbauen: Gemeinden sollten gezielt in Tagespflegen, mobile Dienste und kleinere Pflegeeinrichtungen investieren, um wohnortnahe Versorgung sicherzustellen Pacura med+arbeitgeberverband-pflege.de+.
Förderprogramme nutzen: Krankenkassen und Pflegekassen können als Kostenträger durch gezielte Investitionszuschüsse ländliche Einrichtungen unterstützen und Anreize zur Fachkräftebindung schaffen.
Internationale Rekrutierung: Konzepte wie die Triple-Win Migration (Kooperation mit Herkunftsländern wie den Philippinen, Vietnam oder Serbien) zeigen Potenzial bei der langfristigen Fachkräftesicherung WikipediaDIE WELT.
Arbeitsbedingungen verbessern: Das Pflegepersonal-Exit-Phänomen (Pflexit) entsteht durch hohe Belastung und schlechte Bezahlung. Verbesserte Arbeitszeitmodelle, faire Tarifverträge und mehr Wertschätzung sind essenziell, um gehaltene Fachkräfte zu halten WikipediaHans-Böckler-Stiftung.
Digitalisierung & Technik einsetzen: Telepflege, digitale Notfalllösungen und assistive Technologien können Entlastung bringen – speziell in strukturschwachen ländlichen Regionen ZDFheute Süddeutsche.de.

4. Blick in die Zukunft

Ohne effektives Handeln droht die Entstehung des „Pflegelandes Warteliste“: Der Arbeitgeberverband Pflege prognostiziert, dass viele Kommunen zunehmend Schwierigkeiten haben werden, Heimplätze zur Verfügung zu stellen.
Eine Bund-Länder-Initiative plant Förderprogramme zur Senkung der Eigenanteile und zur Stabilisierung von Pflegeeinrichtungen im ländlichen Raum deutsche-familienversicherung.de+Pacura med.

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