Burnout im Gesundheitswesen: Warum das System Mitarbeitende krank machen kann
„Willkommen im Burnout“ klingt überspitzt. Doch die aktuellen Fehlzeiten zeigen, dass psychische Belastungen in der Arbeitswelt und besonders im Gesundheitswesen ernst genommen werden müssen.
Nach Angaben der DAK-Gesundheit stiegen die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen im Gesamtjahr 2025 um 6,9 Prozent. Das Gesundheitswesen verzeichnete mit 6,2 Prozent den höchsten Krankenstand aller untersuchten Branchen. Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen waren durchschnittlich 22,5 Kalendertage im Jahr arbeitsunfähig. Im ersten Halbjahr 2026 nahmen die psychisch bedingten Fehltage branchenübergreifend erneut um neun Prozent zu und waren damit erstmals die häufigste Ursache für Fehlzeiten. Die Auswertungen beziehen sich auf DAK-versicherte Beschäftigte und können nicht automatisch auf alle Erwerbstätigen übertragen werden.
Aktuelle Informationen:
Für Pflegekräfte, Medizinische Fachangestellte, Ärztinnen und Ärzte, Rettungsdienstpersonal sowie therapeutische Berufe bedeutet das: Psychische Gesundheit darf nicht länger als rein private Angelegenheit behandelt werden. Arbeitsbedingungen, Dienstplanung, Führung und Personalausstattung haben erheblichen Einfluss darauf, ob Belastungen bewältigt werden können oder dauerhaft krank machen.
Was ist Burnout eigentlich?
Die Weltgesundheitsorganisation führt Burnout in der ICD-11 als arbeitsbezogenes Phänomen und nicht als eigenständige medizinische Erkrankung. Burnout wird als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz beschrieben, der nicht erfolgreich bewältigt wurde.
Kennzeichnend sind drei Bereiche:
- starke Erschöpfung und Energiemangel
- zunehmende innere Distanz zur Arbeit, Zynismus oder negative Gefühle gegenüber dem Beruf
- das Gefühl sinkender beruflicher Leistungsfähigkeit
Der Begriff bezieht sich ausdrücklich auf den beruflichen Zusammenhang. Er sollte nicht pauschal für jede Form von Erschöpfung oder Belastung verwendet werden.
Weitere Informationen:
Burnout-Symptome können sich teilweise mit Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen und anderen Erkrankungen überschneiden. Eine verlässliche Beurteilung gehört deshalb in ärztliche oder psychotherapeutische Hände.
Psychische Erkrankungen verursachen immer mehr Fehlzeiten
Der DAK-Psychreport 2025 wertete die Krankschreibungen von rund 2,42 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten aus.
Im Jahr 2024 entfielen auf 100 Versicherte:
- 342 Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Erkrankungen über alle Branchen hinweg
- 476 Arbeitsunfähigkeitstage im Gesundheitswesen
- 573 psychisch bedingte Fehltage in der Altenpflege
Psychische Erkrankungen waren für 17,4 Prozent aller Fehltage verantwortlich. Die durchschnittliche Krankschreibung aufgrund einer psychischen Diagnose dauerte 33 Tage. Diese Zahlen beziehen sich auf diagnostizierte psychische Erkrankungen und dürfen nicht mit der Häufigkeit von Burnout gleichgesetzt werden.
Quelle:
https://www.dak.de/dak/unternehmen/reporte-forschung/psychreport-2025_91766
Keine belegte „Burnout-Pandemie der Generation Z“
Der DAK-Gesundheitsreport 2025 befasste sich mit der Generation Z in der Arbeitswelt. Bei jüngeren Beschäftigten unter 30 Jahren wurden zwar häufiger depressive Symptome festgestellt als bei älteren Beschäftigten. Gleichzeitig empfand weniger als ein Fünftel der unter 30-Jährigen die Arbeit als sehr belastend. Die wahrgenommene Arbeitsbelastung nahm in der Erhebung mit dem Alter zu.
Der Bericht liefert daher keine Grundlage für die pauschale Aussage, der Generation Z drohe eine Burnout-Pandemie.
Eine solche Formulierung wäre sowohl wissenschaftlich ungenau als auch unfair gegenüber jüngeren Beschäftigten. Psychische Belastungen betreffen verschiedene Altersgruppen und werden von Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Lebenssituation und individuellen Ressourcen beeinflusst.
Medizinische Fachangestellte: Was die High-Touch-Studie wirklich zeigt
Eine 2025 veröffentlichte Studie untersuchte 309 Frauen aus drei Berufsgruppen mit einem hohen Anteil an Interaktionsarbeit: Medizinische Fachangestellte, Erzieherinnen und Bankangestellte.
Eine beeinträchtigte psychische Gesundheit wurde festgestellt bei:
- 25,5 Prozent der Medizinischen Fachangestellten
- 21,5 Prozent der Erzieherinnen
- 21,6 Prozent der Bankangestellten
Diese Werte beschreiben jedoch nicht die Burnout-Häufigkeit.
Ein hohes Burnout-Risiko wurde bei 4 Prozent der gesamten Stichprobe festgestellt. Innerhalb der Berufsgruppen waren es 2,1 Prozent bei Medizinischen Fachangestellten, 4,4 Prozent bei Erzieherinnen und 4,1 Prozent bei Bankangestellten. Zwischen den Berufsgruppen gab es beim Gesamtrisiko keinen statistisch signifikanten Unterschied.
Die Ergebnisse zeigen dennoch, dass ein erheblicher Anteil der Beschäftigten mit intensiver Interaktionsarbeit psychisch beeinträchtigt ist. Sie rechtfertigen aber nicht die Aussage, ein Viertel aller Medizinischen Fachangestellten leide an Burnout.
Studie:
https://link.springer.com/article/10.1007/s40664-024-00551-2
Warum das Gesundheitswesen besonders belastend sein kann
Im Gesundheitswesen treffen häufig mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig aufeinander. Eine einzelne anstrengende Schicht führt noch nicht zu Burnout. Problematisch wird es, wenn hohe Anforderungen dauerhaft bestehen und geeignete Erholungs- und Unterstützungsmöglichkeiten fehlen.
Personalmangel und hohe Arbeitsdichte
Personalmangel führt dazu, dass dieselbe Arbeit auf weniger Beschäftigte verteilt wird. Pflegekräfte übernehmen mehr Patientinnen und Patienten, springen kurzfristig ein oder arbeiten wiederholt länger als geplant.
Der Pflegekräftemangel in Deutschland ist daher nicht nur ein Problem der Personalgewinnung. Er ist auch ein Risiko für die Gesundheit der vorhandenen Belegschaft.
Schichtarbeit und fehlende Erholung
Nachtarbeit, Wochenenddienste und wechselnde Schichten erschweren ausreichenden Schlaf und ein planbares Privatleben.
Besonders belastend sind:
- häufig wechselnde Schichtfolgen
- kurze Abstände zwischen Diensten
- viele Arbeitstage hintereinander
- kurzfristiges Einspringen
- ausgefallene Pausen
- regelmäßige Überstunden
- ständige Erreichbarkeit in der Freizeit
Welche gesetzlichen Vorgaben für Arbeitszeit, Pausen und Ruhezeiten gelten, zeigt der Beitrag zum Arbeitszeitgesetz in der Pflege.
Emotionale Belastung
Beschäftigte im Gesundheitswesen begegnen täglich Krankheit, Schmerzen, Angst, Aggression, Tod und Trauer. Hinzu kommt die Verantwortung für Entscheidungen, die erhebliche Auswirkungen auf andere Menschen haben können.
Besonders belastend ist es, wenn Mitarbeitende wissen, welche Versorgung fachlich notwendig wäre, sie diese aufgrund von Zeit- oder Personalmangel jedoch nicht vollständig leisten können. Dieser Konflikt wird häufig als moralischer Stress bezeichnet.
Konflikte und fehlende Unterstützung
Unklare Zuständigkeiten, ungerechte Dienstverteilungen, schlechte Kommunikation und mangelnde Wertschätzung können psychische Belastungen verstärken.
Ein funktionierendes Konfliktmanagement im Gesundheitswesen sollte Probleme frühzeitig sichtbar machen, anstatt sie so lange zu ignorieren, bis Beschäftigte kündigen oder erkranken.
Bürokratie und ungeeignete Digitalisierung
Dokumentation ist für eine sichere Behandlung unverzichtbar. Belastend wird sie, wenn Informationen mehrfach eingegeben werden müssen, Programme schlecht miteinander funktionieren oder digitale Systeme zusätzliche Arbeit verursachen.
Digitalisierung entlastet nur dann, wenn sie an den tatsächlichen Arbeitsabläufen ausgerichtet ist. Ein neues Programm allein löst keine organisatorischen Probleme.
Fehlende Einflussmöglichkeiten
Beschäftigte erleben Arbeit belastender, wenn sie kaum Einfluss auf Dienstpläne, Abläufe und Entscheidungen haben.
Mitbestimmung ersetzt keine ausreichende Personalausstattung. Sie kann aber dazu beitragen, vorhandene Ressourcen sinnvoller einzusetzen und das Gefühl permanenter Fremdbestimmung zu reduzieren.
Warnzeichen ernst nehmen
Mögliche Warnzeichen einer anhaltenden Überlastung sind:
- dauerhafte Erschöpfung
- Schlafprobleme
- Konzentrationsstörungen
- zunehmende Gereiztheit
- emotionale Distanz zu Patientinnen und Patienten
- Zynismus gegenüber der eigenen Arbeit
- häufige Kopf-, Rücken- oder Magenbeschwerden
- Angst oder starke Unruhe vor dem nächsten Dienst
- sozialer Rückzug
- sinkende Motivation
- wiederholte Fehler oder Vergesslichkeit
- das Gefühl, trotz Erholung nicht mehr leistungsfähig zu sein
- verstärkter Konsum von Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen
Einzelne Symptome bedeuten nicht automatisch, dass ein Burnout oder eine psychische Erkrankung vorliegt. Halten die Beschwerden an, verschlechtern sie sich oder beeinträchtigen sie den Alltag, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Burnout betrifft auch die Patientensicherheit
Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse aus dem Jahr 2024 wertete 85 Studien mit insgesamt 288.581 Pflegekräften aus 32 Ländern aus.
Burnout bei Pflegekräften war unter anderem verbunden mit:
- einer schlechter bewerteten Sicherheitskultur
- häufigeren Medikationsfehlern
- mehr Stürzen
- mehr Krankenhausinfektionen
- häufiger ausgelassenen Pflegehandlungen
- geringerer Patientenzufriedenheit
- schlechter eingeschätzter Versorgungsqualität
Die meisten einbezogenen Untersuchungen waren Querschnittsstudien. Die Ergebnisse zeigen deshalb belastbare Zusammenhänge, beweisen aber nicht für jeden Einzelfall, dass Burnout direkt die Ursache eines Fehlers war.
Studie:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39499515
Warum reine Selbstfürsorge nicht ausreicht
Achtsamkeit, Bewegung, Entspannung und Resilienztraining können Beschäftigte unterstützen. Sie lösen aber keinen Personalmangel, keine dauerhaften Überstunden und keine schlechte Führung.
Prävention darf nicht bedeuten:
Die Beschäftigten müssen widerstandsfähiger werden, damit das unveränderte System sie weiter überlasten kann.
Nach dem Arbeitsschutzgesetz müssen Arbeitgeber die Gefährdungen beurteilen, die mit der Arbeit verbunden sind. Dazu gehören ausdrücklich psychische Belastungen. Schutzmaßnahmen sollen Gefahren möglichst an ihrer Quelle reduzieren. Individuelle Schutzmaßnahmen sind gegenüber organisatorischen und technischen Maßnahmen nachrangig.
Gesetzliche Grundlage:
https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/__5.html
Was Einrichtungen gegen Burnout tun können
Psychische Gefährdungsbeurteilung durchführen
Einrichtungen müssen psychische Belastungen systematisch erfassen. Dabei geht es nicht darum, einzelne Beschäftigte psychologisch zu beurteilen.
Untersucht werden sollten vielmehr die Arbeitsbedingungen:
- Arbeitsmenge
- Zeitdruck
- häufige Unterbrechungen
- Arbeitszeiten
- emotionale Anforderungen
- Führungsverhalten
- soziale Beziehungen
- Handlungsspielräume
- Informationswege
- technische Arbeitsmittel
Die BGW stellt geeignete Instrumente für das Gesundheits- und Sozialwesen vor.
Informationen:
Dienstpläne verlässlich gestalten
Eine gesundheitsorientierte Dienstplanung sollte:
- frühzeitig veröffentlicht werden
- kurzfristige Änderungen begrenzen
- ausreichende Ruhezeiten ermöglichen
- aufeinanderfolgende Dienste beschränken
- planbare freie Wochenenden vorsehen
- freiwillige Zusatzdienste von erzwungenem Einspringen unterscheiden
- individuelle Lebenssituationen berücksichtigen
- ein funktionierendes Ausfallmanagement enthalten
Ein Dienstplan, der bereits bei einer einzigen Krankmeldung zusammenbricht, ist nicht ausreichend belastbar.
Pausen tatsächlich ermöglichen
Eine Pause existiert nicht allein deshalb, weil sie im Dienstplan steht.
Einrichtungen benötigen:
- klare Vertretungsregelungen
- geeignete Pausenräume
- ausreichend Personal zur Ablösung
- eine Kultur, in der Pausen nicht als mangelnde Einsatzbereitschaft gelten
Supervision und psychologische Unterstützung anbieten
Sinnvolle Angebote sind:
- regelmäßige Supervision
- psychosoziale Beratung
- betriebsärztliche Unterstützung
- kollegiale Fallbesprechungen
- strukturierte Nachbesprechungen belastender Ereignisse
- externe und vertrauliche Beratungsstellen
- Führungskräfteschulungen
- psychotherapeutische Erstberatung
Diese Angebote sollten niedrigschwellig, vertraulich und während erreichbarer Zeiten verfügbar sein.
Führungskräfte entlasten und qualifizieren
Stationsleitungen, Pflegedienstleitungen und Praxisleitungen haben großen Einfluss auf das Arbeitsklima. Gleichzeitig stehen viele Führungskräfte selbst unter starkem Druck.
Sie benötigen Zeit und Kompetenzen, um:
- Überlastung früh zu erkennen
- Konflikte anzusprechen
- Entscheidungen nachvollziehbar zu erklären
- Aufgaben gerecht zu verteilen
- Fehler systematisch aufzuarbeiten
- Verbesserungsvorschläge ernsthaft zu prüfen
- Anerkennung und konstruktive Rückmeldungen zu geben
Personaldaten und Belastungen auswerten
Einrichtungen sollten regelmäßig überprüfen:
- Überstunden
- ausgefallene Pausen
- kurzfristige Dienstplanänderungen
- Krankheitsausfälle
- Fluktuation
- unbesetzte Dienste
- Gefährdungsanzeigen
- Überlastungsanzeigen
- Arbeitsunfälle
- Beinahe-Fehler
- Ergebnisse von Mitarbeiterbefragungen
Entscheidend ist nicht nur die Erhebung. Aus den Ergebnissen müssen konkrete Maßnahmen folgen.
Kann eine Vier-Tage-Woche helfen?
Eine 2025 veröffentlichte internationale Studie untersuchte 2.896 Beschäftigte in 141 Organisationen aus sechs Ländern. Nach einer sechsmonatigen, einkommensneutralen Vier-Tage-Woche verbesserten sich Burnout-Symptome, Arbeitszufriedenheit sowie die psychische und körperliche Gesundheit. Die Organisationen hatten ihre Arbeitsabläufe vor dem Versuch neu strukturiert.
Studie:
https://www.nature.com/articles/s41562-025-02259-6
Die Ergebnisse sind interessant, dürfen aber nicht vorschnell auf deutsche Kliniken und Pflegeeinrichtungen übertragen werden:
- Die Untersuchung war nicht auf das Gesundheitswesen beschränkt.
- Eine Vier-Tage-Woche bedeutet nicht automatisch vier extrem lange Schichten.
- Die Arbeitsmenge muss tatsächlich reduziert oder anders organisiert werden.
- Eine reine Verdichtung derselben Arbeit auf weniger Tage kann die Belastung sogar erhöhen.
- Versorgungssicherheit und Schichtabdeckung müssen gewährleistet bleiben.
Für einzelne Einrichtungen können Pilotprojekte sinnvoll sein. Sie sollten jedoch wissenschaftlich begleitet und gemeinsam mit den Beschäftigten entwickelt werden.
Was Beschäftigte selbst tun können
Die Hauptverantwortung für gesunde Arbeitsbedingungen liegt nicht bei einzelnen Pflegekräften oder Medizinischen Fachangestellten. Dennoch können persönliche Schritte helfen, Belastungen frühzeitig sichtbar zu machen.
Belastung dokumentieren
Notieren Sie beispielsweise:
- ausgefallene Pausen
- regelmäßige Überstunden
- kurzfristiges Einspringen
- nicht erledigbare Aufgaben
- wiederkehrende Unterbesetzung
- belastende oder sicherheitsrelevante Situationen
Konkrete Beispiele sind in Gesprächen mit Führungskräften, Betriebsrat, Mitarbeitervertretung oder Arbeitsschutzverantwortlichen hilfreicher als die allgemeine Aussage, alles sei zu viel.
Grenzen setzen
Permanentes Einspringen kann kurzfristig Lücken schließen, langfristig aber die eigene Gesundheit gefährden.
Ein begründetes Nein ist kein Zeichen mangelnder Kollegialität.
Unterstützung annehmen
Mögliche Ansprechpartner sind:
- Hausärztin oder Hausarzt
- Betriebsärztlicher Dienst
- Psychotherapeutische Sprechstunde
- Mitarbeitervertretung oder Betriebsrat
- psychosoziale Beratungsstelle
- betriebliche Sozialberatung
- vertrauenswürdige Führungskraft
Hilfe in einer akuten Krise
Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung sollte der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.
Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar:
- 0800 1110111
- 0800 1110222
- 116 123
Weitere Informationen:
https://www.telefonseelsorge.de
Präventionskurse können unterstützen – aber keine Strukturen ersetzen
Anzeige beziehungsweise Affiliate-Empfehlung
Eine Schulung zur Burnoutprävention kann dabei helfen, Warnzeichen zu erkennen, persönliche Stressmuster zu verstehen und geeignete Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Sie ersetzt jedoch weder eine medizinische Behandlung noch notwendige organisatorische Veränderungen am Arbeitsplatz.
Informationen zu einem externen Onlineangebot zu Konfliktmanagement und Burnoutprävention:
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Fazit: Burnout ist kein persönliches Versagen
Burnout im Gesundheitswesen lässt sich nicht allein durch mangelnde Belastbarkeit oder fehlende Selbstfürsorge erklären.
Hohe Arbeitsdichte, Personalmangel, ungünstige Schichtsysteme, emotionale Anforderungen, schlechte Führung und fehlende Einflussmöglichkeiten können chronischen Arbeitsstress verstärken.
Beschäftigte können Warnzeichen ernst nehmen, Grenzen setzen und Unterstützung suchen. Die entscheidenden Veränderungen müssen jedoch in den Einrichtungen und den politischen Rahmenbedingungen stattfinden.
Gesunde Arbeit braucht:
- ausreichend Personal
- realistische Arbeitsmengen
- verlässliche Dienstpläne
- tatsächlich nutzbare Pausen
- unterstützende Führung
- offene Kommunikation
- professionelle Beratungsangebote
- eine wirksame Gefährdungsbeurteilung
- echte Beteiligung der Beschäftigten
Burnoutprävention beginnt nicht erst beim Entspannungskurs. Sie beginnt bei Arbeitsbedingungen, unter denen Menschen ihren Beruf dauerhaft ausüben können.
Zuletzt fachlich geprüft am 26.07.2026.
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