Gehalt 2026: Intensivpflege, OP-Pflege und Altenpflege im Vergleich
Einleitung
Pflege ist nicht gleich Pflege – das zeigt sich auch beim Gehalt. Einsatzbereich, Qualifikation, Arbeitgeber, Tarifvertrag und Berufserfahrung können das monatliche Bruttoentgelt erheblich beeinflussen.
Besonders häufig werden die Intensivpflege, die OP-Pflege und die Altenpflege miteinander verglichen. Dabei entsteht schnell der Eindruck, Intensivpflegekräfte würden grundsätzlich am meisten verdienen, während die Altenpflege weit abgeschlagen sei. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch ein differenzierteres Bild.
Die neuesten belastbaren Entgeltdaten der Bundesagentur für Arbeit beziehen sich auf das Jahr 2024. Sie bilden auch 2026 die derzeit verlässlichste Grundlage für einen bundesweiten Vergleich. Erfasst werden sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte ohne Auszubildende. Aktuelle Tarifsteigerungen aus dem Jahr 2026 werden ergänzend berücksichtigt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Fachkrankenpflege erreicht ein monatliches Medianentgelt von 4.788 Euro brutto.
- Intensivpflege und OP-Pflege werden im Entgeltatlas derselben Berufsgattung der spezialisierten Fachkrankenpflege zugeordnet.
- Für Altenpflegefachkräfte liegt der bundesweite Median bei 4.153 Euro brutto.
- Die statistische Differenz zwischen Fachkrankenpflege und Altenpflege beträgt damit 635 Euro brutto im Monat.
- Eine Fachweiterbildung führt nicht automatisch zu einem höheren Gehalt. Sie muss vom Arbeitgeber beziehungsweise Tarifvertrag anerkannt und in einer entsprechenden Tätigkeit eingesetzt werden.
- Zulagen, Schichtdienste, Berufserfahrung und die Art des Arbeitgebers können den tatsächlichen Verdienst deutlich verändern.
Aktueller Gehaltsvergleich
| Pflegebereich | Monatlicher Median | Unteres Quartil | Oberes Quartil |
|---|---|---|---|
| Intensiv- und Anästhesiepflege | 4.788 € | 4.123 € | 5.480 € |
| OP-Pflege beziehungsweise Operationsdienst | 4.788 € | 4.123 € | 5.480 € |
| Altenpflege | 4.153 € | 3.740 € | 4.590 € |
Die Angaben stammen aus dem Entgeltatlas für Intensiv- und Anästhesiepflege, dem Entgeltatlas für den Operationsdienst und dem Entgeltatlas für Altenpflegekräfte.
Was bedeutet der Median?
Der Median ist nicht mit einem einfachen Durchschnitt gleichzusetzen. Er teilt die betrachteten Gehälter in zwei gleich große Gruppen:
- 50 Prozent der Vollzeitbeschäftigten verdienen weniger.
- 50 Prozent verdienen mehr.
Das untere Quartil zeigt den Wert, unter dem rund ein Viertel der Beschäftigten liegt. Das obere Quartil markiert die Grenze, oberhalb der ungefähr ein Viertel verdient.
Der Median eignet sich gut für Gehaltsvergleiche, weil einzelne sehr hohe oder niedrige Einkommen das Ergebnis weniger stark beeinflussen als beim mathematischen Durchschnitt. Die Werte bilden allerdings nicht automatisch das reine Grundgehalt ab. In den gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Bruttoentgelten können auch bestimmte Zuschläge, Sonderzahlungen und Mehrarbeitsvergütungen enthalten sein.
Gehalt in der Intensivpflege 2026
Pflegekräfte auf Intensivstationen versorgen schwer und kritisch erkrankte Menschen. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die kontinuierliche Überwachung, die Bedienung medizinischer Geräte, die Durchführung anspruchsvoller pflegerischer Maßnahmen und die Mitwirkung in akuten Notfallsituationen.
Die Fachweiterbildung für Intensiv- und Anästhesiepflege ist je nach Bundesland, Pflegekammer oder nach den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft geregelt. Sie wird in der Regel berufsbegleitend absolviert und setzt eine abgeschlossene Pflegeausbildung sowie praktische Berufserfahrung voraus. Weitere Informationen bietet das offizielle BERUFENET-Profil zur Intensiv- und Anästhesiepflege.
Aktuelles Medianentgelt
Für Fachkrankenpflegerinnen und Fachkrankenpfleger in der Intensiv- und Anästhesiepflege nennt der Entgeltatlas einen bundesweiten Median von:
4.788 Euro brutto im Monat
Das untere Viertel liegt unter 4.123 Euro, während das obere Viertel mehr als 5.480 Euro erreicht.
Diese Werte gelten für die übergeordnete Berufsgattung „Berufe in der Fachkrankenpflege – komplexe Spezialistentätigkeiten“. Dazu gehören neben der Intensiv- und Anästhesiepflege auch weitere Fachrichtungen wie Operationsdienst, Onkologie, Psychiatrie und Nephrologie.
Der Wert ist deshalb eine belastbare Orientierung für spezialisierte Fachpflege, aber kein garantiertes Gehalt für jede einzelne Intensivpflegekraft.
TVöD-Gehalt mit Fachweiterbildung
Bei kommunalen Krankenhäusern kann für Pflegefachkräfte mit abgeschlossener Fachweiterbildung und entsprechender Tätigkeit die Entgeltgruppe P 9 gelten.
Seit dem 1. Mai 2026 liegt das monatliche Tabellenentgelt in P 9 abhängig von der Erfahrungsstufe zwischen:
3.992,39 Euro und 4.662,42 Euro brutto
Hinzu kommt für Beschäftigte der P-Gruppen eine monatliche Pflegezulage von 141,82 Euro. Wer zeitlich überwiegend in einer Einheit für Intensivmedizin arbeitet und die tariflichen Voraussetzungen erfüllt, erhält außerdem eine Intensivzulage von 100 Euro monatlich. Nacht-, Sonntags-, Feiertags- und Schichtzuschläge können das Einkommen zusätzlich erhöhen.
Eine ausführliche Darstellung der Entgeltgruppen und Stufen finden Sie in unserem Beitrag zum TVöD Pflege 2026.
Fachweiterbildung bedeutet nicht automatisch P 9
Eine abgeschlossene Weiterbildung allein reicht nicht in jedem Fall für eine höhere Eingruppierung. Nach der TVöD-Entgeltordnung müssen zwei Voraussetzungen zusammenkommen:
- Die anerkannte Fachweiterbildung wurde erfolgreich abgeschlossen.
- Die Pflegekraft übt tatsächlich eine dieser Qualifikation entsprechende Tätigkeit aus.
Wer die Weiterbildung besitzt, aber dauerhaft in einer Funktion eingesetzt wird, für die sie tariflich nicht erforderlich ist, hat nicht automatisch Anspruch auf P 9. Entscheidend sind die übertragenen Aufgaben und die Tätigkeitsmerkmale des geltenden Tarifvertrags.
Gehalt in der OP-Pflege 2026
Pflegekräfte im Operationsdienst bereiten Eingriffe vor, stellen Instrumente und medizinisch-technische Geräte bereit, unterstützen während der Operation und tragen wesentlich zur Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsstandards bei.
Im OP-Bereich arbeiten unterschiedliche Berufsgruppen:
- Pflegefachkräfte mit Erfahrung im Operationsdienst,
- Pflegefachkräfte mit Fachweiterbildung für den Operationsdienst,
- operationstechnische Assistentinnen und Assistenten, kurz OTA.
Diese Qualifikationen sind nicht vollständig gleichzusetzen. Die OTA-Ausbildung ist ein eigenständiger Ausbildungsweg, während die Fachweiterbildung im Operationsdienst auf einer bereits abgeschlossenen Pflegeausbildung aufbaut. Informationen zu den Aufgaben einer OTA bietet das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit.
Aktuelles Medianentgelt
Für Fachpflegekräfte im Operationsdienst weist der Entgeltatlas ebenfalls einen Median von:
4.788 Euro brutto im Monat
aus. Das untere Quartil liegt bei 4.123 Euro, das obere Quartil bei 5.480 Euro.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jede OP-Pflegekraft exakt genauso viel verdient wie eine Intensivpflegekraft. Beide Berufe werden aufgrund der Beschäftigtenzahlen und der statistischen Berufsklassifikation in derselben Gruppe der komplexen Fachkrankenpflege ausgewertet.
Ein seriöser Vergleich kann daher nicht behaupten, dass Intensivpflege grundsätzlich besser bezahlt wird als OP-Pflege. Die offiziellen Daten weisen für beide Spezialisierungen denselben Gruppenwert aus.
Welche Faktoren beeinflussen das OP-Gehalt?
Für den tatsächlichen Verdienst sind unter anderem entscheidend:
- anerkannte Fachweiterbildung,
- Eingruppierung und Erfahrungsstufe,
- kommunales, kirchliches oder privates Krankenhaus,
- Teilnahme an Ruf- oder Bereitschaftsdiensten,
- Nacht- und Wochenendarbeit,
- Größe und Versorgungsstufe des Krankenhauses,
- zusätzliche Aufgaben oder Leitungsfunktionen.
In elektiven OP-Bereichen können die Arbeitszeiten planbarer sein als auf einer Intensivstation. In Häusern mit Notfallversorgung, Geburtshilfe oder rund um die Uhr betriebenen Operationssälen gehören jedoch auch Rufbereitschaften, Bereitschaftsdienste, Wochenenden und ungeplante Einsätze zum Arbeitsalltag.
Die pauschale Aussage, die OP-Pflege habe grundsätzlich bessere Arbeitszeiten als die Intensivpflege, sollte deshalb vermieden werden.
Eingruppierung im TVöD
Operationstechnische und anästhesietechnische Assistentinnen und Assistenten mit abgeschlossener Ausbildung und entsprechender Tätigkeit werden in der TVöD-Entgeltordnung grundsätzlich unter P 7 aufgeführt. Pflegefachkräfte mit abgeschlossener anerkannter Fachweiterbildung und entsprechender Tätigkeit können dagegen die Voraussetzungen für P 9 erfüllen.
Das zeigt, warum die konkrete Berufsqualifikation bei einem Gehaltsvergleich genau benannt werden muss. Eine OTA, eine Pflegefachkraft ohne OP-Fachweiterbildung und eine Fachpflegekraft für den Operationsdienst können im selben Bereich arbeiten, aber unterschiedlich eingruppiert sein.
Gehalt in der Altenpflege 2026
Altenpflegefachkräfte betreuen und versorgen ältere sowie pflegebedürftige Menschen in stationären Einrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Tagespflegeeinrichtungen, betreuten Wohnformen und teilweise auch in Krankenhäusern oder Rehabilitationskliniken.
Die bisherige Angabe von lediglich 3.000 bis 3.400 Euro brutto ist für vollzeitbeschäftigte examinierte Altenpflegefachkräfte nicht mehr aktuell.
Aktuelles Medianentgelt
Der Entgeltatlas weist für Altenpflegerinnen und Altenpfleger einen bundesweiten Median von:
4.153 Euro brutto im Monat
aus. Das untere Quartil beträgt 3.740 Euro, das obere Quartil 4.590 Euro.
Damit liegt das Medianentgelt zwar unter dem Wert der spezialisierten Fachkrankenpflege, aber erheblich höher als in vielen älteren Gehaltsartikeln dargestellt.
Das IAB zeigt außerdem, dass sich die Gehälter von Alten- und Krankenpflege deutlich angenähert haben. Fachkräfte in der Altenpflege lagen 2024 nur noch 176 Euro beziehungsweise rund vier Prozent unter dem Median der allgemeinen Krankenpflege. Seit 2012 stiegen die nominalen Entgelte der Altenpflegefachkräfte um 75 Prozent.
Warum die Altenpflege aufgeholt hat
Zur positiven Entwicklung haben unter anderem steigende Pflegemindestlöhne und die seit 2022 geltenden Vergütungsvorgaben in der Langzeitpflege beigetragen. Das IAB sieht insbesondere in der stärkeren Tariforientierung einen wesentlichen Grund dafür, dass der Abstand zur Krankenpflege kleiner geworden ist.
Trotzdem gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen:
- ambulanten Pflegediensten,
- stationären Pflegeeinrichtungen,
- kommunalen Trägern,
- kirchlichen Einrichtungen,
- privaten Unternehmen,
- tarifgebundenen und nicht tarifgebundenen Arbeitgebern.
Auch Leitungstätigkeiten, Praxisanleitung, gerontopsychiatrische Qualifikationen, Wundmanagement oder eine Tätigkeit als Wohnbereichsleitung können das Einkommen steigern. Eine Zusatzqualifikation führt aber auch hier nur dann zu mehr Gehalt, wenn sie mit einer entsprechend bewerteten Tätigkeit verbunden ist.
Direkter Vergleich: Wer verdient am meisten?
Auf Grundlage der derzeit verfügbaren offiziellen Medianwerte ergibt sich folgende Reihenfolge:
- Intensiv- und Anästhesiepflege: 4.788 Euro
- OP-Pflege beziehungsweise Fachpflege im Operationsdienst: 4.788 Euro
- Altenpflege: 4.153 Euro
Die statistische Differenz zwischen der spezialisierten Fachkrankenpflege und der Altenpflege beträgt 635 Euro brutto im Monat. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass jede Intensiv- oder OP-Pflegekraft automatisch 635 Euro mehr verdient als jede Altenpflegefachkraft.
Ein erfahrener Altenpfleger bei einem tarifgebundenen Arbeitgeber kann mehr verdienen als eine OP-Pflegekraft ohne Fachweiterbildung bei einem schlechter zahlenden privaten Träger. Ebenso können Leitungsaufgaben oder regelmäßige Zuschläge das Verhältnis verändern.
Welche Spezialisierung bietet die besten Verdienstmöglichkeiten?
Rein nach den bundesweiten Medianwerten bietet die Fachkrankenpflege das höhere Gehaltsniveau. Zwischen Intensivpflege und OP-Pflege lässt sich anhand der offiziellen Daten jedoch kein belastbarer Sieger bestimmen.
Intensivpflege kann finanziell attraktiv sein, weil:
- Fachweiterbildungen tariflich berücksichtigt werden können,
- eine besondere Intensivzulage vorgesehen sein kann,
- häufig Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste anfallen,
- spezialisierte Fachkräfte stark gesucht werden.
OP-Pflege kann finanziell attraktiv sein, weil:
- eine anerkannte Fachweiterbildung eine höhere Eingruppierung ermöglichen kann,
- Ruf- und Bereitschaftsdienste zusätzlich vergütet werden,
- große Kliniken und Spezialzentren häufig tarifgebunden sind,
- Leitungs- und Koordinationsfunktionen weitere Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Altenpflege kann finanziell attraktiv sein, wenn:
- der Arbeitgeber tarifgebunden oder tariforientiert vergütet,
- Berufserfahrung vollständig anerkannt wird,
- Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste anfallen,
- Zusatzqualifikationen tatsächlich eingesetzt werden,
- eine Wohnbereichs-, Team- oder Pflegedienstleitung übernommen wird.
Diese Faktoren sind wichtiger als die Berufsbezeichnung
Tarifvertrag
Der Tarifvertrag bestimmt Entgeltgruppe, Stufenaufstieg, Zulagen, Jahressonderzahlung und häufig weitere Arbeitsbedingungen. Zwei Pflegekräfte mit ähnlichen Aufgaben können je nach Arbeitgeber deutlich unterschiedlich verdienen.
Berufserfahrung
Tarifverträge ordnen Beschäftigte verschiedenen Erfahrungsstufen zu. Vor einem Arbeitgeberwechsel sollte schriftlich geklärt werden, welche bisherige Berufserfahrung anerkannt wird.
Fachweiterbildung und tatsächliche Tätigkeit
Eine Weiterbildung verbessert die fachlichen und beruflichen Möglichkeiten. Mehr Geld gibt es aber nicht automatisch für das Zertifikat, sondern für die tariflich höher bewertete Tätigkeit.
Eine Übersicht möglicher Karrierewege finden Sie im Beitrag Weiterbildung für Pflegekräfte.
Zulagen und Zuschläge
Das tatsächliche Monatseinkommen kann durch folgende Bestandteile steigen:
- Pflegezulage,
- Intensivzulage,
- Wechselschicht- oder Schichtzulage,
- Nachtzuschläge,
- Sonntagszuschläge,
- Feiertagszuschläge,
- Rufbereitschaft,
- Bereitschaftsdienst,
- Mehrarbeit und Überstunden,
- Funktions- oder Leitungszulagen.
Beim Vergleich von Stellenangeboten sollten Grundentgelt und variable Bestandteile getrennt betrachtet werden. Ein hoher Verdienst aufgrund vieler Nachtdienste ist nicht mit einem entsprechend hohen garantierten Grundgehalt gleichzusetzen.
Arbeitgeber und Einrichtung
Kommunale Krankenhäuser, Universitätskliniken und große kirchliche Träger sind häufig tarifgebunden. Kleinere private Einrichtungen können niedriger, aber auch übertariflich bezahlen. Entscheidend ist das konkrete Vertragsangebot.
Region
Zwischen Bundesländern und Städten bestehen weiterhin Unterschiede. In teuren Ballungsräumen kann das Bruttogehalt höher liegen, gleichzeitig steigen jedoch Miete und Lebenshaltungskosten.
Weitere Zahlen finden Sie in unserem Vergleich der Pflegegehälter in Bayern, NRW und Sachsen.
Stellenangebote richtig vergleichen
Vor der Unterschrift sollten Pflegekräfte folgende Punkte prüfen:
- Welcher Tarifvertrag gilt?
- Welche Entgeltgruppe ist vorgesehen?
- In welcher Erfahrungsstufe erfolgt der Einstieg?
- Wird die Fachweiterbildung anerkannt?
- Welche Zulagen sind garantiert?
- Welche Zuschläge hängen von tatsächlich geleisteten Diensten ab?
- Gibt es Ruf- oder Bereitschaftsdienste?
- Wie hoch ist die regelmäßige Wochenarbeitszeit?
- Gibt es eine Jahressonderzahlung?
- Wie planbar sind Dienstplan und Freizeit?
- Werden Fort- und Weiterbildungen finanziert?
- Welche Aufgaben sind mit der Stelle tatsächlich verbunden?
Nicht nur das Monatsgehalt entscheidet über die Qualität eines Stellenangebots. Auch Personalausstattung, Einarbeitung, Dienstplanstabilität, Fortbildungsangebote und die tatsächliche Arbeitsbelastung sollten berücksichtigt werden.
Häufige Fragen
Verdient man in der Intensivpflege mehr als in der OP-Pflege?
Das lässt sich anhand der offiziellen Daten nicht pauschal sagen. Beide Tätigkeiten werden im Entgeltatlas derselben spezialisierten Fachkrankenpflegegruppe zugeordnet und erreichen dort einen Median von 4.788 Euro. Unterschiede entstehen vor allem durch Tarifvertrag, Erfahrungsstufe, Fachweiterbildung und Zulagen.
Wie hoch ist das Gehalt mit Intensiv-Fachweiterbildung?
Der bundesweite Median der spezialisierten Fachkrankenpflege liegt bei 4.788 Euro. Im TVöD kann eine Fachpflegekraft mit entsprechender Tätigkeit in P 9 eingruppiert werden. Dort liegt das Tabellenentgelt seit Mai 2026 zwischen 3.992,39 und 4.662,42 Euro, zuzüglich möglicher Zulagen.
Ist die Altenpflege grundsätzlich schlechter bezahlt?
Im bundesweiten Median liegt die Altenpflege unter der Fachkrankenpflege. Sie hat in den vergangenen Jahren jedoch deutlich aufgeholt. Tarifgebundene Altenpflegefachkräfte, Beschäftigte mit Leitungsfunktion oder Personen mit regelmäßigen Zuschlägen können über dem allgemeinen Median liegen.
Verdient eine OTA dasselbe wie eine OP-Pflegekraft?
Nicht zwingend. OTA ist ein eigenständiger Ausbildungsberuf. Eine OP-Pflegefachkraft verfügt dagegen über eine Pflegeausbildung und gegebenenfalls eine zusätzliche Fachweiterbildung. Qualifikation, Eingruppierung und Arbeitgeber bestimmen das konkrete Gehalt.
Lohnt sich eine Fachweiterbildung finanziell?
Sie kann sich finanziell lohnen, wenn die neue Qualifikation vom Arbeitgeber benötigt, anerkannt und in einer entsprechenden Tätigkeit eingesetzt wird. Zusätzlich entstehen bessere Chancen auf spezialisierte Stellen und spätere Leitungsfunktionen.
Fazit
Intensivpflege und OP-Pflege gehören zu den finanziell attraktiven Spezialisierungen innerhalb der Pflege. Der offizielle Median der Fachkrankenpflege liegt bei 4.788 Euro brutto im Monat. Für Altenpflegefachkräfte beträgt der Median 4.153 Euro.
Der Abstand ist vorhanden, aber die Altenpflege hat in den vergangenen Jahren erheblich aufgeholt. Die früher verbreiteten Gehaltsangaben von lediglich 3.000 bis 3.400 Euro sind für examinierte Vollzeitkräfte nicht mehr repräsentativ.
Zwischen Intensivpflege und OP-Pflege lässt sich anhand der offiziellen Statistik kein eindeutiger Gehaltsunterschied feststellen. Wichtiger sind der Tarifvertrag, die Anerkennung einer Fachweiterbildung, die Erfahrungsstufe, Zulagen und die konkret übertragene Tätigkeit.
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Zuletzt fachlich geprüft am 26.07.2026.
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